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Leishmaniose

Leishmaniose ist wohl die gefürchtetste Erkrankung, die so ein griechischer Hund mitbringen kann.  Zwar ist die Infektionsrate in Griechenland nicht so hoch wie z.B. in Südspanien, Mallorca oder Südfrankreich, trotzdem kann es vorkommen, das ihr neuer Begleiter erkrankt.

Übertragung:

Die Übertragung geschieht durch eine infizierte Sandmücke, nicht durch Speichel, Kot, Urin. Unwahrscheinlich (und noch nie nachgewiesen) ist die Übertragung durch Blut, da die Leishmanien an der Luft nicht überlebensfähig sind. Trotzdem sollte man im Kontakt mit einem erkrankten Hund bei offenen Wunden die normalen Hygienevorkehrungen beachten.

Ein an Leishmaniose erkrankter Hund stellt also kein Risiko für seine Umgebung dar. Die Leishmaniose kann durch einen erkrankten Hund  in Deutschland nicht verbreitet werden, da die Übertragung in der Regel durch mit Leishmanien infizierte Sandmücken erfolgt, die hier noch keine adäquaten Lebensbedingungen vorfinden (erste Sandmücken wurden allerdings in Süddeutschland nachgewiesen).

Symptome

Beim Stich einer infizierten Sandmücke gelangen Leishmanien (meist Leishmania infantum) in den Körper des Hundes. Leishmanien sind Protozoen (einfache Einzeller), die sich nach dem Stich im Blut und dort in den weißen Blutkörperchen vermehren. Die Immunabwehr des betroffenen Tieres wird geschwächt und es kommt zu einer Vielzahl von eher unspezifischen Symptomen.  Bei einem Hund aus Südeuropa sollte man an Leishmaniose denken bei:

Anhaltend schlechtem Allgemeinzustand. Der Hund hat häufig Durchfall, ist appetitlos mit Gewichtsverlust, scheint zu lahmen oder ist nicht mehr so belastbar.

Haut- und Fellveränderungen sind ein weiteres häufiges Symptom. Das Tier bekommt Schuppen, vor allem zunächst an den Ohren, die Ohrränder reißen ein. Kleine Wunden bilden sich, häufig kreisrund, die sehr schlecht verheilen. Bei Hautläsionen im Gesichtsbereich sind auch oft die Augenränder entzündet, auch Hornhaut und Bindehaut der Augen können sich entzünden.

Es kommt zu teilweisem Haarausfall, häufig um die Augen und die Schnauze herum, die Lymphknoten sind geschwollen, die Tiere sind teilweise anämisch.

Auch an den inneren Organen können Veränderungen auftreten, da sich die Leishmanien im Knochenmark, in den Nieren, der Leber und der Milz ansammeln.

Unbehandelt kann die Leishmaniose zum Tod, häufig durch Nierenversagen, führen.

 Nachweis

Da sich Leishmanien im Blut nur schwer nachweisen lassen, wird das Blut auf Antikörper, also auf die Abwehr der Leishmanien getestet. Es gibt viele verschiedene und  unterschiedlich aussagekräftige Testverfahren, derzeit (2012) am gängigsten sind der ELISA und der IFAT-Test, die zum Teil unterschiedliche Leishmanienstämme nachweisen können. Bei einem eindeutig positiven Ergebnis sind aber weitere Blutuntersuchungen (z.B. Eiweiß-Elektrophorese) nötig, da die Antikörperbestimmung so gut wie nichts über den Zustand/die Prognose des Hundes aussagt.

Es gibt Hunde, die bei positivem Befund

·         Ohne Medikamente niemals erkranken

·         Mit Medikamenten niemals erkranken

·         Mit Medikamenten leicht erkranken und ein gutes langes Leben führen

·         Trotz Medikamenten an der Leishmaniose frühzeitig versterben

 

Behandlung

Die Behandlung erfolgt, wenn der Hund schon Symptome zeigt, symptomatisch (Wundbehandlung, Immunabwehr stärken…)

Derzeit werden Hunde mit positivem Befund häufig mit Allopurinol oder Miltefosin behandelt.

Hunde, bei denen die Leishmaniose ausgebrochen ist, sollten nicht geimpft werden und möglichst ein ruhiges, stressarmes Leben führen, um keine Schübe auszulösen. Gute Ernährung und u.U. Unterstützung durch die Homöopathie können den Gesundheitszustand stabilisieren oder verbessern.

Prophylaxe

Um die Sandmücken abzuwehren, ist es sinnvoll, dem Hund ein Spot-on aufzuträufeln (Advantix) oder ein Mücken und Zeckenschutz-Halsband (Scalibor) anzulegen. Die Mücken fliegen am Abend und in der Nacht, vor allem von Mitte August bis Ende September.

Der Hund sollte nicht ungeschützt im Freien schlafen.

Für weitere Informationen über Leishmaniose, Diagnose und Therapie möchten wir gerne auf die sehr informativen und hilfreichen Seiten von parasitus.com (Parasitus-Ex) und leishmaniose-forum.com (Leismaniose-Forum e.V.) verweisen. Auch die Seite von Laboklin (www.laboklin.de) ist sehr informativ.

 

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