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Ehrlichiose („Zeckenfieber“):

 Die canine Ehrlichiose ist eine Rickettiose, also eine durch Rickettsien ausgelöste Erkrankung. Rickettsien sind meist runde Bakterien, die als parasitäre Organismen in Zecken, Läusen, Flöhen oder Milben vorkommen und als Krankheitsüberträger fungieren.

Das Bakterium, das die Ehrlichiose auslöst, ist Ehrlichia canis.

Übertragung

Ehrlichia canis wird durch den Biss einer infizierten braunen Hundezecke übertragen.

Die braune Hundezecke, bisher vorwiegend in Afrika und im Mittelmeerraum zu Hause, kann   hierzulande in geschlossenen Räumen (z.B. in Tierheimen) überwintern und sich weiterverbreiten. Sie befällt in der Regel nur Hunde, andere Säugetiere und Menschen werden zwar befallen, aber nicht gebissen.

Die canine Ehrlichiose tritt häufig in den Mittelmeerländern, aber auch in Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Serbien auf, inzwischen leider auch in Deutschland.

 Die Ehrlichien befallen die weißen Blutkörperchen und vermehren sich darin. So behindern und zerstören sie die Immunabwehr des Hundes.

 Symptome

 Nach einer Inkubationszeit von 1-2 Wochen erkrankt der Hund. Er bekommt Fieber, ist matt, Atemnot und Erbrechen können auftreten. Lymphknotenschwellung und Nasenbluten sind häufig. Punktförmige Blutungen auf den Schleimhäuten und der Haut generell deuten auf Ehrlichiose hin, auch Blut in Kot oder Urin kann auftreten. Die Blutungsneigung resultiert aus der Abnahme der Thrombozyten (Blutplättchen).

Die Ehrlichiose verläuft schleichend, Symptome können erst Jahre nach dem Erstbefall auftreten und sind zunächst sehr unspezifisch. Hat der Hund die akute Phase der Erkrankung überwunden, kann er danach wieder völlig gesund erscheinen, obwohl der Erreger noch vorhanden ist. Dies ist die subklinische Phase. Diese Phase kann ebenfalls jahrelang anhalten.

Möglicherweise vernichtet das Immunsystem des Hundes die Erreger, und die Erkrankung ist gestoppt.

Kann der Organismus des Hundes dies nicht leisten (z.B. durch ein geschwächtes Immunsystem), geht die Erkrankung in die chronische Phase über.

Der Hund leidet dauerhaft Antriebslosigkeit, Mattigkeit, Blutungen, Anämie. Wassereinlagerungen in die Gelenke sind möglich, Organschäden und Störungen des Immunsystems. Unbehandelt kann die Ehrlichiose zum Tod führen.

 Nachweis

Geschieht durch den Erregernachweis im Blut. Unterstützt wird die Diagnose durch die Feststellung einer Anämie und Thrombozytophenie (Mangel an Blutplättchen).

 Behandlung:

 Ehrlichiose kann mit Antibiotika behandelt werden. Bewährt hat sich der Wirkstoff Doxycyclinhyclat (z.B. Ronaxan). Der Hund wird über einen Zeitraum von mindestens 3-4 Wochen behandelt, wobei darauf zu achten ist, dass der Spiegel des Antibiotika in etwa gleich bleibt.

Trotz der Antibiotikabehandlung ist nicht sicher, dass der Hund lebenslänglich geheilt ist. Offenbar kann sich der Erreger „verstecken“ (Knochenmark) und die Behandlung überleben.

Noch nach Jahren kann es zu erneuten Schüben der Ehrlichiose kommen, vor allem, wenn das Immunsystem des Tiers geschwächt ist. Dem Halter muss bewusst sein, dass sein Tier nach wie vor anfällig ist, eventuell noch nach Jahren eine erneute Antibiotikabehandlung benötigt.

Hunde, die einmal an Ehrlichiose erkrankt waren, haben meist trotzdem eine gute Lebensqualität und können gesund alt werden.

 Prophylaxe

Zeckenschutzhalsband oder Spot-on

 

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